Definition
Allgemein bezeichnen Bioprodukte Lebensmittel, die ökologisch nachhaltig angebaut werden.
In der EU ist dieser Begriff gesetzlich definiert und das „Bio“-Siegel wird nur an Produkte vergeben, welche im Rahmen der Verordnung hergestellt werden.
Ziele
„Der Öko-Landbau ...
- setzt keine Gentechnik ein, die Anwendung der Gentrechnik ist verboten
- verwendet deutlich weniger Zusatzstoffe (nur 47 von über 300 sind erlaubt)
- verzichtet grundsätzlich auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel
- verzichtet auf mineralischen Stickstoffdünger
- steht für artgerechte Tierhaltung
- schützt Boden, Wasser und Luft
- hilft, die Artenvielfalt zu erhalten
- vermindert den Energieverbrauch und schont Rohstoffreserven
- strebt eine Kreislaufwirtschaft mit möglichst geschlossenen Nährstoffzyklen an
- bietet Sicherheit durch Richtlinien und Kontrollen
- schafft Transparenz bei der Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln“
Bioprodukte sollen sich also von der Massenerzeugung entfernen und natürlicher hergestellt werden. Dadurch sind diese Produkte zum einen theoretisch „gesünder“ und zum anderen werden durch Kreislaufwirtschaft und sinnvollen Düngereinsatz Boden und Umwelt geschont.
Einer der größten Schwächen bei Bioprodukten, ist jedoch die Nichtachtung der Regionalität. Der Transport vom Anbauer/Züchter zur Weiterverarbeitung und zum Endverbraucher belasten die Umwelt, ungeachtet der ökologisch nachhaltigen Produktion. Produkte die regional erzeugt und gekauft werden sind meistens deutlich umweltfreundlicher.
Quellen
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Stiftung Warentest
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